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 | RAHU - The Quest For The Vajra Of Shadows (CD-Reviews Metal) |
| RAHU - The Quest For The Vajra Of Shadows
8 von 10 Silberlinge

Zwei Demos und eine Demo-Zusammenstellung sind es, die Rahu bislang veröffentlicht haben.
Rahu stammen aus Finnland und spielen - natürlich - Black Metal, wobei der Name dem Hinduismus entnommen ist, wo es heißt, dass jener Sonne und Mond verfolgt, um diese zu verschlingen - was letztendlich in die uns bekannte Mond- und Sonnenfinsternis mündet. Eine recht interessante Geschichte, mit der man sich bei Interesse ruhig etwas näher befassen sollte.
Fünf Vertonungen haben sich dabei einen Platz auf diesem Tonträger gesichert, die wiederum eine gewisse Underground Attitüde versprühen.
Der etwas verwaschene Sound stört in vorliegendem Fall jedoch kaum, sondern passt hingegen gut zu dem leicht dumpfen Schlagwerk.
Schnell wird man bemerken, dass Rahu trotz gegebener Grimmigkeit viel Gespür für Melodie und Atmosphäre vorweisen können. Auf pure Raserei oder überflüssiges Tastengedudel verzichten die Nordmänner wohltuend, haben dies aber anderseits auch überhaupt nicht nötig. Vielmehr versteht man es, geschickt feine Melodiebögen zu kreieren, die von einer gekrächzten Aussprache und gelegentlichen Tempowechseln begleitet werden.
Man kann also durchaus bescheinigen, dass die hier agierenden Musiker ihr Handwerk verstehen. Aufgrund dessen vermag dieser dunkle Batzen schnell zu überzeugen und bereits der erste Durchlauf lässt stimmige Stücke wie "Samudra Manthan" oder das starke "The Serpent King" durchblitzen, wobei ich "The Quest For The Vajra Of Shadows" gesamt gesehen allerdings nicht als klirrend kalten Black Metal bezeichnen würde.
Interessanterweise ist "The Quest For The Vajra Of Shadows" jedoch nur den Vinyl-Liebhabern vorbehalten, erscheint das Album doch auf kultiger Plaste.
Ob da mal irgendwann ein Silberling nachgeschoben wird, ist momentan noch nicht zu sagen, wobei es Rahu aber definitiv verdient haben, einer weit breiteren Masse zugänglich gemacht zu werden.
NecroWeb.de Magazin, blizzard
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 | FORGOTTEN TOMB - Songs To Leave [Re-Release] (CD-Reviews Metal) |
| FORGOTTEN TOMB - Songs To Leave [Re-Release]
8 von 10 Silberlinge

Die italienische Band Forgotten Tomb wurde bereits im Jahre 1999 als Black Metal Band gegründet. Doch der anfangs eingeschlagene Stil veränderte sich im Laufe der Zeit immer mehr in Richtung Depressive Rock/Metal mit zunehmendem Anteil elektronischer Klänge.
Aktuell wird angegeben, dass der Sound der Band mittlerweile beim Doom/Dark Metal angelangt ist, was bei der aktuellen Neuveröffentlichung des aus dem Jahre 2002 stammenden zweiten Langspielers der Band, der den Namen "Songs To Leave" trägt, noch nicht zutrifft. Hierbei handelt es sich schon um die zweite Neuveröffentlichung des Silberlings, dessen Release bereits 2005 stattfand.
"Songs To Leave" ist eine wichtige Komponente im Genre des Depressive Black Metal, durch die zahlreiche Bands sichtlichen Einfluss in ihrem Schaffen genommen haben.
Auch nach zehn Jahren hat das Album an seiner Wirkung, obschon die Songs neu aufgelegt sind, nichts an Melancholie eingebüßt.
Alle fünf Songs, die den Silberling ausmachen, sind eine extrem vom Doom Metal geprägte Black Metal Schöpfung, die durch die besonders monotone und langsame Spielart eine ausgereifte dunkle Stimmung auf den Konsumenten projiziert.
Des Weiteren sind die extrem verzerrten Vocals, welche auf Englisch vorgetragen und kaum verständlich sind, ein sehr markantes Zeichen der Band Forgotten Tomb.
Ähnlich starke Verzerrungen hatten zu Beginn der 90er bereits Burzum zum Durchbruch in der Black Metal Szene verholfen.
Während der erste Song "Entombed By Winter" noch sehr langatmig aus den Boxen der Stereoanlage entgegenrauscht und mittelmäßig anerkannt wird, kann der Folgesong "Solitude Ways" besser punkten.
Bei diesem Track sind zahlreiche Stimmungswechsel und fesselnde Keyboardmelodien dafür verantwortlich, dass der etwas gewöhnungsbedürftige Anfang schnell vergessen ist. Durch die sehr an den bekannten Rock angelegten, sanft eingefügten Riffs erfährt der Titel einen weiteren Faktor in Sachen Vielfältigkeit.
Musikalisch kann sich der Dritte im Bunde namens "Steal My Corpse" auf eine Stufe mit dem Vorgänger stellen, die Vocals sind bei diesem Stück allerdings viel aggressiver und erinnern vermehrt an übliche Black Metal Produktionen, die nicht zwangsläufig den melancholischen Pfad einschlagen.
Die Musik an sich ist hier weniger beklemmend und lockert die Stimmung auf.
Doch diese 'Heiterkeit', wie man sie auf einer Produktion aus dem Depressive Black Metal Bereich auch erwartet, wird mit dem Track "No Way Out" rasant wieder verbannt.
Zwar beinhaltet der vorletzte Musikbeitrag des Silberlings eine für Forgotten Tomb ungewohnte Tempodynamik, doch das verhindert nicht, dass die Schwerfälligkeit, die die Riffs mit sich bringen, zur Entfaltung kommen.
"Disheartenment" hat den Posten des Rausschmeißers auf diesem Langspieler inne.
Auch dieser Song lässt den Zuhörer qualitativ nicht im Stich. Wieder werden durch schwerfällige Riffs düstere Gefühlseindrücke vermittelt, die durch rocklastige Soundfragmente ein Erkennungspotenzial besitzen. Spätestens jetzt ahnt man, dass die schwedischen Lifelover zu den Bands gehören, die keinen minderen Einfluss durch Forgotten Tomb hatten, obwohl diese den Rock weiter hervorheben, als die hier beschriebene Band.
Für den Freund des Depressive Black Metal, der eine rockige Würze verkraftet, sollte "Songs To Leave" eine würdige Bereicherung der heimischen CD-Sammlung darstellen, sofern er das Original von 2002 oder das Release von 2005 noch nicht sein Eigen nennt.
NecroWeb.de Magazin, Don Peperoni
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 | NIKLAS KVARFORTH - Fifteen Years Of Absolute Darkness (CD-Reviews Metal) |
| NIKLAS KVARFORTH - Fifteen Years Of Absolute Darkness
9 von 10 Silberlinge

Niklas Kvarforth aus Halmstad in Schweden, den meisten vielleicht besser bekannt als Frontmann der Band Shining, sollte mittlerweile jedem Fan der depressiven Spielvariante des Metal ein Begriff sein.
Ich bevorzuge, bewusst nicht Black Metal zu erwähnen, da wohl die Anfänge der Band hier zu finden sind, doch aktuell gesehen sich ein unverkennbarer persönlicher Sound entwickelt hat, der sich durch viele clean gesungene Vocals deutlich von anderen depressiven Schwarzmetallformationen unterscheidet.
Aktuell wird grad an dem bereits achten Langspieler gefeilt und nach dem siebten Studioalbum schiebt Mastermind Kvarforth eine Doppel-CD namens "Fifteen Years Of Absolut Darkness" auf den Markt, die einen biografischen Querschnitt diverser Gastauftritte im vocaltechnischen Bereich beinhaltet.
Dabei stehen 15 Tracks für 15 Jahre Schaffen des stimmlich vielseitigen Künstlers.
Stilistisch werden grob sämtliche Spielarten des Depressive Black Metal abgedeckt. Man wagt sich aber natürlich auch in den Bereich des Doom Metal, des Avantgarde Black Metal, des Dark Metal bis hin zum Horror Metal.
Die verschiedenen Songs sind, wie man bei einem nicht unbedeutend langen Zeitabschnitt von 15 Jahren ahnt, natürlich auch in den für die Zeiten typischen Qualitäten auf den beiden Silberlingen zu finden.
Dabei eröffnet Kvarforth die musikalische Reise völlig untypisch. Nicht die professionell abgemischten Tracks, wie vielleicht jeder vermuten wird, sondern die Songs, welche in Zusammenarbeit mit relativ unbekannten Acts entstanden sind, machen den Anfang.
Obwohl ich mich relativ gut in der Szene auskenne, ist mir auf CD 1 nur der Shining Song "Förtvivlan, Min Arvedel" bekannt, was nicht heißt, dass auch nur ein anderer Song sich seiner Existenz schämen muss.
Dieser Track ist natürlich in einer alternativen Version enthalten und somit anders ausgefallen, als auf dem Shining Album "Född Förlorare".
Anders verhält es sich beim zweiten Rundstück. Hierauf sind schon die meisten Bandnamen ein Begriff. Hervorzuheben sind diesbezüglich die deutsch-schwedischen Kooperationsarbeiten mit: The Vision Bleak und Betlehem.
Neben der musikalischen Vielfalt ist die CD zudem mit einem ausgiebigen Booklet ausgestattet, in welchem Kvarforth die Situationen und Gründe erörtert, die zu der Gastarbeit führten, und was währenddessen passiert ist. Neben den textlichen Passagen ist das Booklet mit zahlreichen Fotos ausgestattet, die die Person Kvarforth vom Kindesalter bis zum aktuellen Bösewicht der Musikgeschichte darstellen. Dabei sieht man, dass er bereits in einem Alter, in dem andere mit Autos spielen, der Klampfe höhere Zuneigung entgegenbrachte, was letztendlich zu einer nicht zu leugnenden Karriere im Musikgeschäft führte.
Die Doppel-CD "Fifteen Years Of Absolute Darkness" von Niklas Kvarforth ist sicherlich mehr als nur ein Muss für den Fan der Band Shining aus Schweden.
Ich denke, dass jeder, der der depressiven Spielart des Black Metal angetan ist, Freude an dem Werk haben wird.
Viele werden diesen doppelten Langspieler vielleicht als eine Selbstbeweihräucherung ansehen, aber im Grunde zählt die musikalische Kompetenz und diese ist zweifelsohne auf den beiden Silberlingen gegeben.
Dass einige Songs nicht einmal auf den Alben der Gastbands enthalten sind, ist durchaus ein weiterer Grund, der einer Anschaffung zuspricht.
NecroWeb.de Magazin, Don Peperoni
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 | UNDERGANG - Til Døden Os Skiller (CD-Reviews Metal) |
| UNDERGANG - Til Døden Os Skiller
8 von 10 Silberlinge

Nachdem der Vorläufer schon ein verdammt starkes Werk war, liegt nun der zweite Longplayer dieses dänischen Flaggschiffs vor.
Ganz in der erwarteten Tradition durchpflügt man abermals unsere heimischen Regionen mit schwerem, alles zermalmendem Death Metal.
Allerdings lässt der Opener erst einmal aufhorchen - sind die Burschen etwa zahmer geworden?
Ein schleppendes "Opløste Ådsler" macht somit den Anfang, aber keine Bange, beweisen uns Undergang doch abermals ihre wahre Stärke.
Ebenso haben die Burschen ihren Stil etwas ausgebaut, schleppt, groovt und prügelt man sich doch durch die Darbietungen, dass es eine wahre Freude ist.
Erneut kann man mit einer druckvollen, fetten Produktion glänzen und überhaupt sollten die Dänen sich bald zum Geheimtipp im Sektor der extremen Klänge mausern.
Starke Vorzeigetitel wie "Stranguleret" und "Til Døden Os Skiller" weisen das ungeheure Potenzial auf, welches in dieser wilden Formation schlummert und für dauerhaften Aufbau der Nackenmuskulatur sorgt.
Dennoch finde ich, dass die Herrschaften etwas zurückgefahren sind, deshalb jedoch keinesfalls weniger brachial klingen. Denn trotz schleppender Passagen zeigt sich eindrucksvoll die Urgewalt des nordischen Death Metal auf. Dabei scheint man mitunter auch ein Interesse am Einbau diverser Intros entwickelt zu haben, was dem Werk gar nicht mal schlecht steht.
Ebenso ist das Artwork gelungener.
So richtig schwerfällig schlägt dann noch einmal "Kadavermarch" zu Buche und gerade Anhänger des variablen Death Metal, vor allem in Bezug auf das Tempo, sollten voll auf ihre Kosten kommen.
Undergang haben fraglos ihren Weg gefunden und verstehen es ein weiteres Mal, ordentlich aufzutrumpfen. Dennoch hat mir der Vorgänger aufgrund seiner Räudigkeit etwas mehr zugesagt, was aber nichts an einer uneingeschränkten Kaufempfehlung meinerseits ändert.
Wer also dem Schwedentod der Marke Grave huldigt, der darf - nein, der muss - zugreifen!
NecroWeb.de Magazin, blizzard
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 | KIRLIAN CAMERA - Nightglory (CD-Reviews Gothic, Wave bis Electro) |
| KIRLIAN CAMERA - Nightglory
3 von 10 Silberlinge

Symphonischer Bombast trifft auf elektronische Arrangements, Rhythmen und Klangexperimente in zehn hymnischen Kompositionen. Schreibt zumindest das Label. Oder hab ich mich verlesen?
Also es ist wirklich schlimm, wenn man beobachtet, wie sich eine einst interessante, ja gar umstrittene Band wie Kirlian Camera mittlerweile präsentiert.
Und obschon da so manches Gothic Zine den Lesern Honig ums Maul schmiert, so wird mich das keinesfalls davon abhalten, meinen Unmut über dieses einlullende Stück kundzutun, bei welchem von Wiedererkennungswert absolut keine Rede sein kann.
So liegt nun das Ei des Monats vor, gleicht "Nightglory" doch nichts anderem als einem langweiligen Spaziergang.
War "Not Of This World" doch tatsächlich noch ein Werk (wenn auch nur eine Compilation) mit Anspruch und richtig guten Kompositionen, so überzeugt man hier lediglich durch einen faden Beigeschmack.
Bereits der Opener plätschert recht belanglos an mir vorbei und verlässt meine Ohren schneller als jedes Wattestäbchen.
Hat das folgende Titelstück wenigstens noch etwas Pepp, so ist bei der nächsten Darbietung schon wieder die Luft komplett raus.
Und auch nachdem ein Großteil der Songs ins Land gezogen ist, kann ich meine Meinung darüber nicht ändern: Von Begeisterung ist absolut nichts zu spüren, es regiert Kraftlosigkeit deluxe!
Wer braucht bitteschön Darbietungen wie "Immortal", die einfach nur durch Langweile zu nerven verstehen und meilenweit von der vielseitig angestrebten Unsterblichkeit entfernt sind.
Als weitere Beispiele lassen sich wunderbar der Rauswurf "Gethsemane" und ein unscheinbares "Save Me Lord" anführen; laue Lüftchen gespeist von Müdigkeit machen sich da breit und so langsam frage ich mich ganz ehrlich, welches Publikum damit eigentlich erreicht werden soll.
Die seichten Gewässer, durch die man dümpelt, laden alles andere als zum Verweilen ein, scheinen gar vielmehr darauf bedacht, mit aller Macht den Leuten irgendwelchen belanglosen Verschleiß anbieten zu wollen.
Zudem ist das Gebotene stimmlich nicht wirklich überzeugend. Alles wirkt aufgesetzt glattpoliert und statt Wave beziehungsweise experimenteller Elektronik regiert identitätsloser Pop aus der Alltagsdose.
"Nightglory" ist ein absoluter Tiefpunkt im Schaffen von Kirlian Camera, kommt - natürlich - in gewohnter Weise in verschiedenen Ausführungen auf den Markt und eignet sich eigentlich nicht mal zum Einschlafen.
Klingt hart, ist aber so und kann letztendlich nur noch von der Enttäuschung des Käufers überboten werden.
NecroWeb.de Magazin, blizzard
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 | UNDERGANG - Indhentet Af Døden (CD-Reviews Metal) |
| UNDERGANG - Indhentet Af Døden
9 von 10 Silberlinge

Ein mächtiges Schlachtschiff schickt man aus Dänemark ins Rennen und glaubt mir, hier kommt etwas Großes!
Auch Undergang haben sich dem Death Metal verschworen, und obwohl der Name nicht wirklich originell scheint, so kann doch die Mucke weit mehr überzeugen.
Die Burschen verstehen es, ihre Darbietungen mit ordentlich Groove und Pepp zu füttern. Klar grunzt sich der Sänger mit feinster Innbrunst durch die komplette Scheibe.
Positiv auffallen können dabei die amtliche Produktion und teils enorm sägende Gitarrenwände, die für einen morbiden Klang sorgen.
Und selbst wenn "Indhentet Af Døden" auf den ersten Blick nichts Neues aufzeigt, so knallt der Silberling überaus geballt vor den Latz und macht schlicht und einfach Laune auf mehr. Genau das ist es, wofür Musik sorgen sollte - kein beliebiger Aufguss der öde und nervend wirkt, sondern ein Werk das Kraft und Saft birgt und die Schädeldecke frisiert!
Brecher sind mehr als genug vorhanden und mit "De Dødes Passage" erklingt sogar mal ein schönes ruhiges Instrumental.
Wer bis hierhin gekommen ist, der hat es fast geschafft. Aber was sage ich da, "Indhentet Af Døden" ist ein Album mit Herz und Seele, wo das volle Brett regiert und wer mag, der sollte sich an Auswüchsen der Marke "Opslugt Af Mørket" probieren.
"Indhentet Af Døden" klingt dabei auf mich eigentlich weniger modern, sondern erinnert in seiner Räudigkeit immer mal wieder an vergangene Zeiten, wobei die Dänen aber selbst in schleppenden Passagen überaus intensiv klingen. So ist ein verdammt guter Schritt in die richtige Richtung gemacht, und wenn dies die zukünftigen Weichen sind, dann werden uns Undergang wohl noch so einiges um die blutigen Ohren schlagen.
Wer also auf kernigen Todesblei mit feinem Geröchel steht, der sollte sich dieses gnadenlos gute und alles niederwalzende Geschoss unbedingt ins traute Heim holen. Ihr wollt doch bluten, oder?
NecroWeb.de Magazin, blizzard
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 | DESECRESY - Arches Of Entropy (CD-Reviews Metal) |
| DESECRESY - Arches Of Entropy
9 von 10 Silberlinge

Tommi Grönqvist und Jarno Nurmi gründeten Desecresy im Jahr 2009 mit dem Ziel, Death Metal so darzubieten, wie er sein sollte - nämlich angereichert mit dunkler, drückender Atmosphäre.
Und alle Achtung, das finnische Duo vertritt sein Land überaus eindrucksvoll und serviert uns untrendigen, morbiden Todesblei der besonderen Art.
Fraglos standen dabei alte Bands wie Disgrace oder Abhorrence Pate, denn Fakt ist, dass man mit "Arches Of Entropy" in eine ähnliche Kerbe schlägt und dieser unheilige Batzen entsprechend aus den heimischen Boxen rumpelt. So dürften spätestens jetzt die Alarmglocken bei all denen schrillen, die mit genannten Bands auch heute noch etwas anfangen können und wer ein komplexes Werk sucht, der darf die nächsten Zeilen getrost weglassen.
Vielmehr überzeugen die Nordmänner nämlich durch simple und dennoch eingängige Kompositionen und ganz in der Tradition der alten Garde ist "Arches Of Entropy" in der Tat ein ziemlich finsteres Stück Death Metal, was aber zudem durch eine Vielzahl melodischer Gitarrenläufe gefallen kann.
Schleppendes Klanggut ist dabei keine Seltenheit und überhaupt lässt sich den Burschen eine recht eigene Schiene bescheinigen. Man konzentriert sich auf das Wesentliche, verpackt das Ganze in ein schön morbides Klanggewand und dürfte damit bei einem Underground Label wie Xtreem Music bestens aufgehoben sein.
Leider scheinen sich heutzutage die meisten Bands wohl nicht mehr damit identifizieren zu können, geht man doch hier einen eindrucksvollen Weg, der den wahren Spirit vergangener Tage wiedergibt, um damit auch irgendwie den alten Göttern zu huldigen, die diese Art der Musik aus Überzeugung und nicht aus finanziellen Aspekten darboten. Schon allein deshalb darf "Arches Of Entropy" als absolutes Pflichtalbum angesehen werden, gerade für all diejenigen, deren Herz für die kultigen Anfangstage schlägt.
Was bleibt, ist ein überaus authentisches Werk, von dessen Sorte es leider viel zu wenige gibt.
NecroWeb.de Magazin, blizzard
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 | FRACTURED INSANITY - Mass Awakeless (CD-Reviews Metal) |
| FRACTURED INSANITY - Mass Awakeless
7.5 von 10 Silberlinge

Donnerwetter! Wenn die Brutal-Deather von Fractured Insanity richtig loslegen, dann bleibt kein Auge trocken.
"Mass Awakeless" zeichnet sich nämlich schnell als eines der heftigsten Werke der letzten Zeit ab und bereits beim Titelstück beginnt die Heide ordentlich zu wackeln.
Ganz in der Tradition solcher Holzhacker wie Cephalic Carnage, Decrepit Rebirth oder Suffocation wird der Acker umgepflügt und man scherbelt sich mit teils abartiger Geschwindigkeit durch das Material, als gäbe es kein Morgen mehr.
Klar, wo gehobelt wird, fallen Späne und im vorliegenden Fall sind das nicht gerade wenige. Ein mörderisches "The Damned" zeigt diese Meucheltruppe in absoluter Höchstform und schlägt dabei eine Schneise der Verwüstung, natürlich stets mit einer gewissen Vorahnung, dass hier das letzte Wort noch lange nicht gesprochen ist. Aber selbst durch einen kurzen, dezenten Tasteneinsatz in "Infecting The Blind" bringt man keine Ruhe in dieses wilde, unbändige Biest.
"Mass Awakeless" ist ein ultrabrutales und vor allem sauschnelles Death Metal Geschütz, durch welches man den nächsten Friseurbesuch erspart bekommt - Scheitel ziehen inklusive!
Aber auch interessante Riffgewitter brechen mal hervor, wie etwa bei "Insanity's Haze", in dem man aufzeigt, mehr als nur drauflosholzen zu können.
Was folgt, ist ein schönes Klavierspiel, was vielleicht für manchen etwas ungewohnt scheint, sich aber hervorragend einpasst. Doch kaum ist man in Gedanken versunken, wird man mit dem anschließenden Track abermals gnadenlos in einen Strudel aus kernigem Geblaste und tiefen Grunts gezogen.
Wer also diesen mächtigen Gewaltausbrüchen Herr werden will, der sollte schon ein dickes Fell mitbringen, denn Weicheier werden diesen Ausbruch kaum am Stück durchstehen.
Dennoch, die Belgier von Fractured Insanity machen mit ihrem Zweitwerk ihre Sache gut, wenngleich hier so manch hektischer Moment heraufbeschworen wird, der Aufmerksamkeit erfordert.
NecroWeb.de Magazin, blizzard
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 | MANDATORY - Adrift Beyond (CD-Reviews Metal) |
| MANDATORY - Adrift Beyond
8.5 von 10 Silberlinge

Dass guter Death Metal nicht zwangsläufig nur aus Skandinavien kommen muss, haben uns schon Bands wie Fleshcrawl aufgezeigt, die einen ebenso bemerkenswerten Einschlag aufzeigen.
Auch Mandatory stammen aus deutschen Landen und erinnern mich immer etwas an Disbelief oder entfernt an Morgoth.
Was der vorliegende Silberling dabei offenbart, ist verdammt starker Todesblei der alten Schule, der mit der Zeit immer besser zu fruchten weiß.
Was zu Beginn besonders positiv auffällt, sind die feinen Keyboardlinien, die immer wieder hervorschimmern und wirklich gelungen das Klangbild anreichern. Wer sagt, dass derbe Musik nicht mit Tastenklängen harmonieren kann? Mandatory belehren jeden Ungläubigen eines Besseren, wenngleich der Einsatz wohlgemerkt nur zur Atmosphäre dient.
"Into Eternal Sleep" oder das Titelstück sind hervorragende Paradebeispiele, was eine entsprechende Würze betrifft, ohne ekelhaft kitschig oder aufdringlich zu klingen. Mandatory gehen bedacht ans Eingemachte und prügeln nicht stupide drauflos, sondern überzeugen mit einer schön variablen Art ihrer Todesblei-Version.
Kaliber wie "Nevermore" oder "Impurity Of Thoughts" walzen euch definitiv platt und fräsen einen mächtigen Hohlraum in die Birne, um Platz für weitere Attacken zu schaffen.
Ein weiterer Punkt, der auffällt, sind die reichlichen Gitarrensoli, die doch gekonnt das Ergebnis verzieren, was letztendlich zudem dazu führt, dass das Album sehr eingängig ausgefallen ist und zudem über eine konstant starke Leistung verfügt. So könnte man stundenlang "A Hallowed Sacrifice" beiwohnen, wo besonders die Gitarrenarbeit prägend ist, was aufzeigt, welche Klasse dieser Truppe innewohnt.
"Adrift Beyond" beginnt schon ziemlich stark, kann im weiteren Verlauf aber sogar noch ein paar Scheite zulegen, was das Feuer beständig am Prasseln hält.
So offenbart sich diese Angelegenheit als ein kleiner Diamant, der skandinavisch geprägten Todesblei der besonders überzeugenden Art bereithält.
Abgemischt wurde dieser Bastard von Tomas Skogsberg und was bleibt, ist ein Pflichtkauf für Anhänger genannte Stilistik und Bands.
NecroWeb.de Magazin, blizzard
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 | RATO RARO - Acidethc (CD-Reviews Metal) |
| RATO RARO - Acidethc
7.5 von 10 Silberlinge

Rato Raro gelten in Spanien als Veteranen in Sachen extremer Grindcore Musik. Dafür, dass die Band schon etliche Jahre existiert, scheint aber wohl mehr der Ausdruck 'dahindümpeln' angebracht.
Demo und EP mal ausgenommen, hat man nämlich bislang nur zwei Vollwerke herausgeschleudert. Letzteres liegt hier mit "Acidethc" vor und spült eine Menge heftiger Attacken an die Oberfläche.
So brettert man sich voller Wonne durch die vielen Vertonungen und selbst kurzzeitige Eruptionen wie "Los OjOs Me Miran Desde El Bote De Formol (FlashBack Horror I)" oder "Cuarto Oscuro, Cuarto De Las Ratas (FlashBack Horror V)" erzeugen ein intensives Klangerlebnis.
Aber anstatt einfach nur mal drauflos zu hämmern, kommt zudem etwas Groove und gelegentliches Riffing zum Einsatz und ebenso gelungen wie typisch ist der zweistimmige Gesang, der von hohem Gekreische bis zu chronischem Abgurgeln alles parat hält.
Feines Abschnorcheln serviert man uns also unter anderem bei "Endogámico Lésbico Zoophílico (Perversiones Sexuales)", wo zudem ein lockeres Gitarrenspiel zum Einsatz kommt, wogegen "La Trípisima Satanidad (Ingesta De 3 A La Vez)" mit anfangs intensivem Songaufbau überzeugen kann.
So könnte man meinen, dass sich Rato Raro ihre gesamte angestaute Wut aus dem Leib schrubben, denn Verschnaufpausen gibt es keine. Die erwartet natürlich sicherlich auch keiner beim Grindwerk seines Vertrauens, denn ist einmal die Abrissbirne in Bewegung gesetzt, gibt es kein Halten mehr, wobei sich "El Fuego Y La Fiebre De S. Antonio, Fuego Del Infierno (FlashBack Horror IV)" am schnellsten einbrennt, was auf einer ungemein eingängigen Melodie beruht. Solche Momente sind es eben auch, die auflockernd wirken und entsprechend positiv ins Gehör fallen.
Textlich präsentiert man sich in der Landessprache, was aber bei dieser Art der Artikulierung kaum auf- beziehungsweise ins Gewicht fällt.
Recht schnell ist dann der Silberling ins Land gezogen, was aber für Grindverhältnisse völlig in Ordnung geht und eine verdiente Erholung für blutende Lauscher bedeutet.
Wem also eine halbe Stunde am Tag ausreicht, um sich mal fix die Birne freizublasten, der sollte ruhig zu dieser Metzelorgie greifen.
NecroWeb.de Magazin, blizzard
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